Hausmittel in der Naturheilkunde

Hausmittel in der Naturheilkunde

Alte Hausmittel und überlieferte Rezepte aus der Volksheilkunde helfen der Gesundheit. Unsere Omas und Uromas kannten auch ohne medizinische Ausbildung das beste Nahrungsmittel bei Durchfall oder den richtigen Tee bei Husten. Bewährte Hausmittel sind jedoch nicht nur hilfreich bei gesundheitlichen Problemen von Menschen, Tieren und sogar Pflanzen. Sie sind auch als Bestandteil vieler selbst hergestellter Kosmetika oder Putzmittel nicht mehr wegzudenken. 

Was sind Hausmittel in der Naturheilkunde

Gesundheitliche Hausmittel haben die Linderung von Beschwerden und die Abheilung von Erkrankungen zum Ziel. Sie sind preiswerte, natürliche und alternative Maßnahmen zur herkömmlichen arzneilichen Behandlung von Erkrankungen. Hausmittel helfen vorbeugen, lindern und tragen zur Gesunderhaltung bei. Sie sind ein probates Mittel zur Selbsthilfe und eine sanfte Alternative zu chemischen Medikamenten mit ihren unerwünschten Nebenwirkungen.

 

Bei der Anwendung von Hausmitteln sind jedoch auch einige Punkte zu beachten:

 

  • Kontraindikationen: Wann sind Hausmittel nicht geeignet?
  • Verschleppung von Krankheiten: Wann zum Arzt?
  • Nebenwirkungen: Auch pflanzliche Mittel rufen unter Umständen unerwünschte Wirkungen hervor.
  • Dosierung: Vorsicht vor Überdosierung!
  • Wechselwirkungen: Manche Hausmittel heben bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneien deren Wirkung auf oder rufen unerwünschte Wirkungen hervor.
  • Anwendung bei Schwangeren und Kindern: Bei diesen Personengruppen ist besondere Vorsicht geboten!

Anwendung von Hausmitteln

Häufigste Einsatzgebiete von natürlichen Hausmitteln sind sogenannten leichte Alltagsbeschwerden:

 

  • Erkältungen (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber)
  • Verletzungen (Schürfwunden, Risswunden, Verrenkungen, Verstauchungen, Prellungen)
  • Verdauungsbeschwerden (Blähbauch, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung)
  • Schmerzen (Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen)
  • Haut- und Haarpflege
  • Leichter Sonnenbrand
  • Insektenstiche
  • Und vieles mehr

Beispiele für altbewährte Hausmittel

  • Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen
  • Kamillenrollkur bei Magenschleimhautentzündung
  • Wadenwickel bei Fieber
  • Kamillendampfbäder bei Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Zwiebelsirup bei Erkältungen
  • Hühnersuppe bei grippalen Infekten
  • Geriebener Apfel bei Durchfall

Wann zum Arzt?

Viele Menschen möchten sich selbst helfen. Hausmittel sind da eine gute, leicht anzuwendende und preiswerte Möglichkeit sich selbst bei leichten Alltagsbeschwerden zu helfen. Gefährlich wird es, wenn schwere Erkrankungen oder Komplikationen nicht rechtzeitig erkannt werden.

 

In diesen Situationen ist ein Arztbesuch ratsam:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von drei Jahren vor einer Selbstbehandlung immer dem Arzt vorstellen. In diesem Alter verlaufen selbst leichte Erkältungen schnell dramatisch.
  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit eine Selbstbehandlung – auch mit Hausmitteln – immer mit dem behandelnden Frauen- und Kinderarzt absprechen.
  • Zum Arzt, wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von 1 bis 2 Tagen unter der Selbstbehandlung bessern.
  • Zum Arzt, wenn sich die Symptome und das Befinden trotz der Behandlung mit Hausmitteln verschlimmern.

Bei diesen Anzeichen für einen Notfall ist unbedingt sofort ein Arzt zu verständigen:

  • Bewusstlosigkeit
  • Atemnot
  • Kreislaufkollaps
  • Schwere Verletzungen, anhaltender Blutverlust
  • Plötzliche Symptome wie Brustschmerzen, Sprachstörungen, Sehverlust oder Lähmungen
  • Plötzlich auftretende, heftigste Schmerzen 

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